Was hat Galvanotechnik mit Batterien der nächsten Generation zu tun? Potenziell ziemlich viel.
Nicht jede neue Batterietechnologie braucht zwangsläufig völlig neue Produktionsverfahren. Manchmal liegt der Schlüssel darin, etablierte Verfahren für eine neue Funktion weiterzuentwickeln.
Silizium kann wesentlich mehr Lithium speichern als klassische graphitbasierte Anodenmaterialien. Genau diese Eigenschaft macht es für zukünftige Batterien interessant.
Das Problem: Beim Laden und Entladen verändert Silizium sein Volumen stark. Mechanische Spannungen, Risse und ein schneller Verlust der nutzbaren Kapazität können die Folge sein.
Am fem Forschungsinstitut verfolgen wir deshalb einen elektrochemischen Ansatz: Siliziumpartikel werden gezielt in eine metallische Matrix eingebettet.
Dr. Reinhard Böck zeigte bei den ZVO-Oberflächentagen 2026, dass sich auf diesem Weg gleichmäßige, haftfeste und elektrisch stabile Silizium-Komposit-Schichten erzeugen lassen.
Damit wird der klassische Werkzeugkasten der Galvanotechnik – Stromdichte, Hydrodynamik, Elektrolytführung und Dispersionsabscheidung – auf die Herstellung funktionaler Batteriematerialien übertragen.
Wenn neue Elektrodenmaterialien in die Anwendung sollen, müssen Materialeigenschaften und Herstellprozess zusammengedacht werden. Genau daran arbeiten wir mit Unternehmen – vielleicht bald auch mit Ihnen?




