Leicht, leitfähig, korrosionsbeständig – bei Bipolarplatten muss alles gleichzeitig funktionieren.
Dr. Heidi Willing zeigte bei den ZVO-Oberflächentagen 2026, wie im Verbundprojekt AluBiPEM* ein Schichtkonzept für aluminiumbasierte Bipolarplatten entwickelt wird, um genau diesen Zielkonflikt zu lösen.
Aluminium ist für mobile Brennstoffzellenanwendungen aufgrund seines geringen Gewichts und seiner guten Verarbeitbarkeit attraktiv. In der Brennstoffzelle trifft das Material jedoch auf anspruchsvolle Bedingungen: Die Oberfläche muss vor Korrosion geschützt werden, gleichzeitig muss an definierten Stellen ein möglichst geringer elektrischer Kontaktwiderstand gewährleistet sein.
Die Herausforderung: unterschiedliche Funktionen gezielt dort zu integrieren, wo sie gebraucht werden. Dafür wird die Bipolarplatte zunächst mit vollflächig mit einer isolierenden Schicht geschützt. Anschließend werden definierte Kontaktflächen mittels Laser freigelegt und dort gezielt galvanisch beschichtet.
Am fem Forschungsinstitut entwickeln wir dafür den galvanischen Schichtaufbau für die Kontaktierung Gasdiffusionslage und Bipolarplatte. Untersucht werden verschiedene Schichtaufbauten mit Blick auf Korrosionsbeständigkeit, Kontaktwiderstand und zuverlässige Prozessführung.
Für eine erfolgreiche industrielle Umsetzung müssen Material, Beschichtungsprozess und gesamte Prozesskette so aufeinander abgestimmt sein, dass sich die Lösung reproduzierbar und skalierbar fertigen lässt.
Genau daran wird im Projekt gemeinsam mit den Partnern gearbeitet – von der Herstellung der Bipolarplatte bis zur Integration und Erprobung in der Brennstoffzelle.
Sie haben komplexe Anforderungen an Oberfläche und Funktion? Sprechen Sie mit uns – wir bringen Werkstoff, Beschichtung und Prozess gezielt zusammen.
*Das Verbundprojekt “AluBiPEM” wird im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.




