Inverted Fireball: Der Plasmaverstärker – bei richtiger Parameterwahl 

Der Inverted Fireball (IFB) kann Magnetron-Sputterprozesse gezielt unterstützen: Er erhöht lokal die Plasmadichte und den Anteil aktiver Spezies. In ersten Versuchen 2024 mit Titan führte das zu dichteren und härteren Schichten. Das macht den IFB damit für PVD-Anwendungen technologisch interessant.
 
Entscheidend ist allerdings die richtige Prozessführung, wie jüngste Versuche am fem Forschungsinstitut zeigen. Die Wahl des Gitters und die Position der Hashtag#Gitteranode sind wesentliche Parameter dafür, ob und wie sich der Inverted Fireball ausbildet.
 
Auch andere Prozessparameter wie Anodenspannung, Gasdruck, Anzahl der Sputterquellen und Substratbias beeinflussen die Zündung, die Form und die Stabilität des Plasmas. Sind die Zündbedingungen richtig gewählt, zeigt sich ein charakteristischer Übergang beim Anodenstrom, wenn die Anodenspannungen einen bestimmten Wert übersteigt.
 
Genau dieses Prozessverständnis ist entscheidend für den nächsten Schritt: Einen Inverted Fireball zu zünden ist das eine. Zu verstehen, unter welchen Bedingungen er reproduzierbar entsteht und stabil bleibt, macht aus dem Plasmaeffekt erst ein technologisch nutzbares Werkzeug.
 
Warum ist der Inverted Fireball industriell interessant?
Bessere Schichteigenschaften lassen sich auch mit HiPIMS (High-Power Impulse Magnetron Sputtering) erzielen. Dieses Verfahren ist jedoch technisch aufwendiger und kann mit geringeren Beschichtungsraten einhergehen. Der Inverted Fireball könnte hier einen einfacheren Ansatz bieten, indem er als Ergänzung zum industriell etablierten Magnetron-Sputtern dient und so eine stärkere Plasmaaktivierung ermöglicht, ohne das Verfahren grundlegend zu verändern.
 
Auf dem Bild: IFB-Gitter direkt vor der Sputterkathode.

fem forschungsinstitut IFB Gitter direkt vor der Sputterkathode
fem forschungsinstitut inverted fireball pvd anwendungen

Patrick Wais

Press Contact

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