„Inzwischen ist es so, dass viele Firmen staatliche Förderung nicht mehr wollen, weil ihnen der bürokratische Aufwand und die Dauer der Bearbeitung zu hoch ist.“
Prof. Dr. Holger Kaßner
So beschreibt Prof. Dr. Holger Kaßner die aktuelle Lage im Gespräch mit der Gmünder Tagespost.
Das strukturelle Problem: Fördermechanismen und Marktgeschwindigkeit driften zunehmend auseinander. Während Märkte in Monaten denken, funktionieren Teile unseres Innovationssystems noch in mehrjährigen Zyklen. Hinzu kommen weniger öffentliche Mittel, sinkende Förderquoten und Unternehmen, die bei Forschungsausgaben zuerst kürzen.
Mittendrin: das fem Research Institute.
Statt auf stabilere Rahmenbedingungen zu hoffen, nimmt das fem 2026 die Zügel selbst in die Hand und setzt auf strukturelle Beweglichkeit. Kompetenzen werden ausgebaut, Rollen neu definiert. Ziel ist es, wissenschaftliche Exzellenz mit Marktnähe, Prozessgeschwindigkeit und unternehmerischem Denken zu verbinden.
Denn Unternehmen, die weiterhin in F&E investieren, erwarten heute:
Diese Geschwindigkeit entsteht jedoch nicht von selbst. Sie muss organisatorisch gelernt und verankert werden.
Spannend ist deshalb weniger die Krise als unsere Reaktion darauf. Sie kann als #Realitätscheck für das eigene und für das insgesamt vorherrschende Innovationssystem verstanden werden.
Denn die eigentliche Frage geht über ein einzelnes Institut hinaus: Wie zukunftsfähig ist unser Innovationsmodell, wenn Förderlogik und Marktdynamik weiter auseinanderlaufen?
Zum vollständigen Artikel der Gmünder Tagespost: Schluss mit Forschung in Zeitlupe: Gmünder fem will sich neu erfinden



