Die globale SARS-CoV2-Pandemie legte einen immensen zusätzlichen Bedarf an antiviralen Oberflächen in nahezu allen Situationen des täglichen Lebens offen. Insbesondere in öffentlichen, medizinischen und hochfrequentierten Bereichen werden zukünftig verstärkt Lösungen verlangt, um das Infektionsrisiko zu senken. Damit verbunden ist ein riesiger Markt für innovative Beschichtungskonzepte. Potentielle Anwendungen wie bspw. Handläufe, Haltegriffe, Türklinken oder Sanitäreinrichtungen erfordern den Einsatz langlebiger Materialien mit einer möglichst dauerhaften antiviralen Wirksamkeit. In diesem Kontext stellen anodisierte Aluminiumwerkstoffe mit der meso- und makroporösen Oberfläche ein interessantes Substratmaterial für die Modifizierung mit viruziden bzw. bakteriziden Nanopartikeln dar.
Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens wurde die inhärente Porenstruktur des anodisch oxidierten Aluminiumsubstrats
genutzt, um antivirale Metall-Nanopartikel sowie Photokatalysatoren in die offene Porenstruktur einzubringen. Die technische Herausforderung bei der Entwicklung einer derartigen funktionalen Oberfläche bestand darin, das Eloxalschichtsystem so zu gestalten, dass die Einlagerung der Partikel gelingt, ohne die wesentlichen Eigenschaften der Eloxalschicht (insbesondere den Korrosionsschutz) zu beeinflussen.
Detaillierte Informationen zum Projekt finden Sie im Pdf.
Acknowledgement
Das Forschungsvorhaben 22658 N wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.


