Praxissemester am fem: „Im Rückblick erkennt man, welche Versuchsreihenfolge effizienter gewesen wäre“  

Praxissemester am fem © fem Forschungsinstitut

Mika, Student der Oberflächentechnologie / Neue Materialien an der Hochschule Aalen, absolvierte sein Praxissemester in der Abteilung Elektrochemie am fem Forschungsinstitut. Gemeinsam mit seiner Betreuerin Dr. Ann-Kathrin Egetenmeyer spricht er über Eigenverantwortung, Lernprozesse – und darüber, warum gute Planung in der Forschung entscheidend ist.

Mika, was hat Dein Praxissemester am fem besonders gemacht?

Mika: Besonders geschätzt habe ich das hohe Maß an Eigenverantwortung. Ich konnte meinen Arbeitstag selbst strukturieren und eigenständig entscheiden, welche Versuche als Nächstes zielführend sind. Gleichzeitig war der fachliche Austausch mit den Kolleg:innen eine enorme Bereicherung und lieferte immer wieder hilfreiche Impulse für das weitere Vorgehen.

Dr. Ann-Kathrin Egetenmeyer, wie haben Sie Mika in dieser Zeit erlebt?

Dr. Egetenmeyer: Was sofort aufgefallen ist, war seine sehr eigenständige und strukturierte Arbeitsweise. Er hat äußerst sorgfältig gearbeitet – sowohl in der Durchführung als auch in der Dokumentation. Hinzu kam eine schnelle Orientierung im Laboralltag und im Projektgeschehen. Man hat deutlich gemerkt, dass er bereits Vorerfahrung mitbringt. Besonders hervorheben möchte ich auch seine Verlässlichkeit und sein Verantwortungsbewusstsein.

Mika, in welchen Bereichen konntest Du konkret mitarbeiten?

Mika: Den Großteil meiner Zeit widmete ich meinem Hauptprojekt, das ich weitgehend eigenständig bearbeitete. Bei Rückfragen konnte ich mich jederzeit auf die Unterstützung des Teams verlassen. Besonders die praktische Laborarbeit und die anschließende Auswertung der Messergebnisse haben mir Freude bereitet. Spannend war auch die Mitarbeit in anderen Projekten. Vor allem technische Herausforderungen wie das präzise Aufnehmen und Beschichten von Kleinstteilen.

Was war für Dich ein prägender Moment während Deines Praxissemesters?

Mika: Als ich nach einer Reihe von Fehlversuchen durch eine gezielte Anpassung des Versuchsaufbaus endlich ein verwertbares Ergebnis erzielte. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass Hartnäckigkeit und Detailgenauigkeit in der Forschung der Schlüssel zum Erfolg sind.

Gab es Situationen, die Sie als Betreuerin besonders beeindruckt haben?

Dr. Egetenmeyer: Ja, definitiv. Nach einer sehr kurzen Einarbeitungszeit hat Mika begonnen, eigenständig nächste Schritte vorzuschlagen und umzusetzen – ohne große Anleitung. In Besprechungen hat er sich aktiv eingebracht und mit fachlich fundierten Beiträgen die Diskussion vorangebracht. Besonders positiv war auch, wie schnell er sich ins Team integriert hat und wie offen und zuverlässig die Kommunikation war.

Mika, was nimmst Du fachlich und persönlich aus Deinem Praxissemester mit?

Mika: Vor allem die Erkenntnis, dass Forschung ein Prozess ist. Oft erkennt man erst im Rückblick, welche Versuchsreihenfolge effizienter gewesen wäre oder an welcher Stelle Zeit und Aufwand hätten eingespart werden können. Das hat mein strukturelles Denken geschärft. Die Erfahrung, Zeit in die Vorplanung zu investieren, ist eine wertvolle Lehre für meine zukünftige Arbeitsweise.

Hat das Praxissemester Deinen Blick auf Deine berufliche Zukunft verävndert?

Mika: Es hat ihn definitiv geschärft. Besonders faszinierend fand ich, wie mit unerwarteten Ergebnissen oder Komplikationen umgegangen wird. Das Analysieren unvorhersehbarer Phänomene und das gezielte Beheben von Problemen im Versuchsaufbau haben mein Interesse an der angewandten Forschung nachhaltig gestärkt.

Dr. Ann-Kathrin Egetenmeyer, was macht ein Praxissemester am fem aus?

Dr. Egetenmeyer: Studierende arbeiten hier in spannenden Forschungsprojekten mit realen Fragestellungen. Sie sind nicht nur „dabei“, sondern aktiv eingebunden, auch in Projektbesprechungen und Entscheidungsprozesse. Dadurch entsteht ein tiefes Verständnis für wissenschaftliches Arbeiten im Team und für die Anforderungen der Praxis.

Abschließend: Mika, welchen Rat würdest Du zukünftigen Studierenden geben, die ein Praxissemester am fem machen wollen?

Mika: Eigeninitiative ist das Wichtigste. Wer sich für die Themen begeistert, nicht nur auf neue Vorgaben wartet, sondern proaktiv eigene Ideen einbringt, um das Projekt voranzutreiben, wird hier eine unglaublich lehrreiche Zeit erleben.


Patrick Wais

Press Contact

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