
Ein Praxissemester am fem Forschungsinstitut bedeutet: anpacken, mitdenken, gestalten – auch in Eigenverantwortung, aber immer mit einem Team im Rücken. Vor allem bedeutet es, an spannenden Forschungsthemen mitzuwirken und eigene Ideen einzubringen.
In der Abteilung Elektrochemie am fem absolvierte Florian, Bachelorstudent im Studiengang Oberflächentechnologie / Neue Materialien an der Hochschule Aalen, sein Praxissemester. Zusammen mit seiner Betreuerin Dr. Ann-Kathrin Egetenmeyer gibt er Einblicke in seine Zeit im Labor und die Arbeit im Forschungsprojekt.
Drei Fragen an Florian:
Woran hast Du im Praxissemester gearbeitet?
Ich habe im Projekt AgC-Switch gearbeitet. Ziel war die Entwicklung eines cyanidfreien Silberelektrolyten mit einem On-Off-System zur gezielten Dispersionsabscheidung von Graphitpartikeln. Dadurch entstehen selbstschmierende Silber-Graphit-Schichten, die den Verschleiß elektrischer Kontakte deutlich reduzieren.
Der funktionale Kern liegt in der reversiblen Prozesssteuerung: Im Off-Zustand werden die Partikel durch Sedimentation und Filtration aus dem Kreislauf entfernt, im On-Zustand gezielt wieder zugeführt. Methodisch basiert die Arbeit auf experimentellen Untersuchungen, gestützt auf aktuelle Fachliteratur zu Silberdispersionsschichten.
Was hat Dich fachlich am meisten überrascht?
Wie stark kleine Änderungen der Parameter das Ergebnis beeinflussen. Schon minimale Anpassungen im Abscheidungssystem können große Unterschiede bewirken. Das hat mir nochmal deutlich gemacht, wie sensibel solche Prozesse sind.
Welchen Rat nimmst Du für Deine weitere Laufbahn mit?
Fragestellungen immer vom Fundament her zu betrachten. Nicht direkt in komplexe Annahmen einsteigen und sich darin verlieren. Oft liegt die Lösung näher, als man denkt, wird aber durch zu kompliziertes Denken übersehen.
Drei Fragen an Dr. Ann-Kathrin Egetenmeyer
Was war für Sie der spannendste Moment in der Betreuung?
Zu sehen, wie selbstverständlich Florian praktische Laborarbeit mit fundiertem fachlichem Verständnis verbindet. Er hat Ergebnisse nicht nur sauber erarbeitet, sondern daraus eigenständig die nächsten sinnvollen Schritte abgeleitet. Genau dieser Übergang vom reinen Durchführen zum selbstständigen Mitdenken, finde ich großartig.
Welche Stärken sind Ihnen besonders aufgefallen?
Seine hohe Selbstständigkeit, Sicherheit im Labor und die professionelle Kommunikation. Man merkt, dass er bereits viel praktische Erfahrung mitbringt. Besonders bemerkenswert war auch, wie positiv und wertschätzend unsere Projektpartner ihn wahrgenommen haben. Dass es ihnen wichtig war, sich am Ende noch einmal persönlich mit ihm auszutauschen und zu verabschieden, sagt viel aus.
Was bleibt Ihnen aus der Zusammenarbeit besonders in Erinnerung?
Wie selbstverständlich Florian Verantwortung übernommen hat – sowohl fachlich als auch im Umgang mit Projektpartnern. Hier ist der „Switch“ von Forschung und Praxis gut geglückt.


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