Heinz-Leuze-Preis 2026 für Forschende des fem Forschungsinstituts 

Auszeichnung für Fachbeitrag zur Rolle der Galvanotechnik bei Batterien der nächsten Generation

Schwäbisch Gmünd, 17. September 2026 – Ein Autorenteam des fem Forschungsinstituts ist mit dem Heinz-Leuze-Preis 2026 ausgezeichnet worden. Prämiert wurde der Fachaufsatz „Galvanotechnik als Wegbereiter der nächsten Batterie-Generation“, erschienen 2025 in der Fachzeitschrift Galvanotechnik. Zu den ausgezeichneten Autoren gehören Christoph Kiesl, Dr. Şeniz Sörgel, Dr. Reinhard Böck und Prof. Dr. Holger Kaßner vom fem sowie Prof. Dr. Timo Sörgel, Professor für Oberflächen- und Galvanotechnik an der Hochschule Aalen.

Der Heinz-Leuze-Preis wird für Publikationen in Fachzeitschriften des deutschsprachigen Raumes vergeben, die eine bedeutsame technisch-wissenschaftliche Fragestellung besonders klar und didaktisch vermitteln. Gestiftet wird die Auszeichnung vom Eugen G. Leuze Verlag; die Deutsche Gesellschaft für Galvano- und Oberflächentechnik (DGO) vergibt den Preis gemeinsam mit dem Verlag.

Der ausgezeichnete Beitrag zeigt, das Potenzial galvanotechnischer Verfahren für zukünftige Batterietechnologien. Elektrochemische Beschichtungs- und Abscheideverfahren können beispielsweise bei der Herstellung neuartiger Elektroden eingesetzt werden und eröffnen damit neue Wege für leistungsfähige und ressourceneffiziente Energiespeicher. Der Fachaufsatz schlägt damit eine Brücke zwischen einer traditionsreichen industriellen Technologie und einem der zentralen Zukunftsfelder der Energiewende.

„Die Auszeichnung zeigt sehr schön, welches Potenzial darin liegt, etablierte Technologien wissenschaftlich weiterzuentwickeln und für völlig neue Anwendungen nutzbar zu machen“, sagt Prof. Dr. Holger Kaßner, Institutsleiter des fem. „Gerade für Technologiezweige, deren klassische Absatzmärkte unter Druck geraten, liegt darin eine große Chance: Bestehendes Know-how kann zur Grundlage für neue Anwendungen und damit auch für neue Märkte werden.“

Auch Dr. Şeniz Sörgel, Leiterin der Abteilung Elektrochemische Energiesysteme am fem, betont die Chancen galvanotechnischer Verfahren für die Batterietechnologien der Zukunft: Bei Batterien der nächsten Generation geht es nicht allein um neue Materialien. Ebenso entscheidend ist die Frage, wie sich diese Materialien effizient und industriell umsetzbar herstellen und verarbeiten lassen. Hier kann die Galvanotechnik einen wichtigen Beitrag leisten.“

Die Preisverleihung fand am 16. September 2026 im Rahmen der ZVO-Oberflächentage in Karlsruhe statt. Christoph Kiesl nahm die Auszeichnung stellvertretend für das Autorenteam entgegen. Der Heinz-Leuze-Preis ist mit insgesamt 2.000 Euro dotiert; die Preisträger erhielten außerdem eine Urkunde und eine Silberplakette.

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V.l.n.r. Dr. Reinhard Böck, Christoph Kiesl, Dr. Şeniz Sörgel, Prof. Dr. Timo Sörgel mit Klaus Decker, Geschäftsführer des Eugen G. Leuze Verlags, bei der Verleihung des Heinz-Leuze-Preises im Rahmen der ZVO-Oberflächentage in Karlsruhe. Copyright: fem Forschungsinstitut.

Über das fem

Das fem Forschungsinstitut in Schwäbisch Gmünd zählt seit 1922 zu den führenden Instituten für die Erforschung, Entwicklung und Analyse von metallischen Werkstoffen und Beschichtungen. Darüber hinaus ist es das weltweit einzige unabhängige Edelmetallinstitut. Ziel der Aktivitäten der rund 100 Beschäftigten auf den Gebieten der Materialwissenschaft, Metallchemie und Oberflächentechnik sind maßgeschneiderte und zukunftsweisende Lösungen für die Industrie sowie kleine und mittlere Unternehmen.


Patrick Wais

Ansprechpartner Presse

Patrick Wais

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