Elektrochemische Abscheidung langlebiger Ni-S-Katalysatoren für die AEM-Wasserelektrolyse

2,20 statt 1,52 A/cm² bei 2,0 V – und das ohne Platin auf der Kathode.

Für eine skalierbare AEM-Wasserelektrolyse ist eine Frage entscheidend: Wie weit lassen sich teure Platingruppenmetalle durch verfügbare Materialien ersetzen, ohne bei der Leistung große Kompromisse einzugehen?

Für die industrielle Anwendung zählt genau das: leistungsfähige Elektroden mit geringerem Einsatz kritischer und teurer Edelmetalle – auf technisch relevanten Trägern und mit Blick auf eine skalierbare Herstellung.

Am fem Forschungsinstitut haben wir gemeinsam mit dem Zentrum für Brennstoffzellen-Technik Ni-S-Katalysatorschichten direkt auf kommerziellen, porösen Edelstahl-Vliesstoffen elektrochemisch abgeschieden – mit vielversprechendem Ergebnis:

Die entwickelte Ni-S-Kathode erreichte in der AEM-Wasserelektrolyse 2,20 A/cm² bei 2,0 V. Eine Pt/C-basierte Vergleichskathode kam unter denselben Bedingungen auf 1,52 A/cm².

Auch auf der Anodenseite lag die Leistung der entwickelten Elektrode über der des untersuchten kommerziellen Edelstahlvlieses. 140-Stunden-Tests bestätigten zudem die Stabilität der Elektroden.

Besonders interessant: Während der Elektrolyse bildet sich eine lamellare Oberflächenstruktur aus, die mit verbesserter Stabilität und katalytischer Aktivität einhergeht.

Dr. Mila Manolova stellte diese Ergebnisse bei den ZVO-Oberflächentagen 2026 vor.

Galvanotechnik wird damit zum Enabler für die Wasserstoffwirtschaft: Katalysatorschichten lassen sich gezielt einstellen und Materialeinsatz, Leistung und Herstellbarkeit gemeinsam optimieren.

Diese technologische Perspektive endet für uns nicht beim Material. Unsere Wasserstoff-Expertise bringen wir auch in die Modellregion H2-Wandel ein, teilfinanziert durch die EU (EFRE) und das Land Baden-Württemberg – mit technologischer Beratung und Unterstützung bei der Einordnung und Umsetzung konkreter Wasserstoffanwendungen.

👉 Mehr zu unseren Wasserstoff-Projekten.

👉 Mehr zu H2-Wandel.

zvo oberflächentage 2026 ©fem forschungsinstitut 15
zvo oberflächentage 2026 ©fem forschungsinstitut 14

Patrick Wais

Ansprechpartner Presse

Patrick Wais
Wir sind Mitglied der
Newsletter Update abonnieren
Anmeldung zum Newsletter
crossmenuchevron-downchevron-right