Platin, Palladium und Rhodium zurückzugewinnen ist das eine. Aus einem gemischten Ausgangsmaterial wieder definierte, nutzbare Wertstoffe zu gewinnen, macht Recycling technologisch anspruchsvoll, aber nicht unmöglich.
Platingruppenmetalle sind technologisch wichtig, teuer und in ihrer Primärgewinnung begrenzt. Sekundäre Rohstoffe können deshalb einen wichtigen Beitrag zur Versorgung leisten. Allerdings nur dann, wenn die enthaltenen Wertmetalle zuverlässig voneinander getrennt und wieder nutzbar gemacht werden können.
Doch ihre Rückgewinnung ist chemisch und technologisch anspruchsvoll. Störende Begleitelemente müssen entfernt, die einzelnen Platingruppenmetalle selektiv getrennt und gleichzeitig hohe Ausbeuten erreicht werden.
Timo Holzmann zeigte bei den ZVO-Oberflächentagen 2026, wie sich Platingruppenmetalle aus komplexen sekundären Rohstoffen gezielt zurückgewinnen lassen.
Am fem Forschungsinstitut untersuchen wir im Rahmen eines ZIM-Projekts, welche Verfahrenskombination für die jeweilige Stoffzusammensetzung sinnvoll ist und an welchen Prozessschritten die größten Hebel liegen. Betrachtet wird dabei keine Einzellösung, sondern eine mehrstufige Prozesskette aus Solvent-Extraktion, Fällungsreaktionen und elektrochemischer Abscheidung. Die Verfahren werden gezielt miteinander kombiniert, um Selektivität und Ausbeute entlang der gesamten Trennkette zu optimieren.
Der wirtschaftliche und ökologische Nutzen: mehr Wertmetalle im Kreislauf halten, die Abhängigkeit von Primärrohstoffen senken und den Ressourcen- und CO₂-Fußabdruck reduzieren.
Von der Materialentwicklung bis zur Rückgewinnung, von der Analyse bis zur Steuerung komplexer Stoffströme: Wir helfen Unternehmen dabei, wertvolle Materialien gezielter zu nutzen, Verluste zu reduzieren und Stoffkreisläufe technisch belastbar zu schließen.




