Praxissemester am fem: „Im Rückblick erkennt man, welche Versuchsreihenfolge effizienter gewesen wäre“  

Praxissemester am fem © fem Forschungsinstitut

Mika, Student der Oberflächentechnologie / Neue Materialien an der Hochschule Aalen, absolvierte sein Praxissemester in der Abteilung Elektrochemie am fem Forschungsinstitut. Gemeinsam mit seiner Betreuerin Dr. Ann-Kathrin Egetenmeyer spricht er über Eigenverantwortung, Lernprozesse – und darüber, warum gute Planung in der Forschung entscheidend ist.

Mika, was hat Dein Praxissemester am fem besonders gemacht?

Mika: Besonders geschätzt habe ich das hohe Maß an Eigenverantwortung. Ich konnte meinen Arbeitstag selbst strukturieren und eigenständig entscheiden, welche Versuche als Nächstes zielführend sind. Gleichzeitig war der fachliche Austausch mit den Kolleg:innen eine enorme Bereicherung und lieferte immer wieder hilfreiche Impulse für das weitere Vorgehen.

Dr. Ann-Kathrin Egetenmeyer, wie haben Sie Mika in dieser Zeit erlebt?

Dr. Egetenmeyer: Was sofort aufgefallen ist, war seine sehr eigenständige und strukturierte Arbeitsweise. Er hat äußerst sorgfältig gearbeitet – sowohl in der Durchführung als auch in der Dokumentation. Hinzu kam eine schnelle Orientierung im Laboralltag und im Projektgeschehen. Man hat deutlich gemerkt, dass er bereits Vorerfahrung mitbringt. Besonders hervorheben möchte ich auch seine Verlässlichkeit und sein Verantwortungsbewusstsein.

Mika, in welchen Bereichen konntest Du konkret mitarbeiten?

Mika: Den Großteil meiner Zeit widmete ich meinem Hauptprojekt, das ich weitgehend eigenständig bearbeitete. Bei Rückfragen konnte ich mich jederzeit auf die Unterstützung des Teams verlassen. Besonders die praktische Laborarbeit und die anschließende Auswertung der Messergebnisse haben mir Freude bereitet. Spannend war auch die Mitarbeit in anderen Projekten. Vor allem technische Herausforderungen wie das präzise Aufnehmen und Beschichten von Kleinstteilen.

Was war für Dich ein prägender Moment während Deines Praxissemesters?

Mika: Als ich nach einer Reihe von Fehlversuchen durch eine gezielte Anpassung des Versuchsaufbaus endlich ein verwertbares Ergebnis erzielte. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass Hartnäckigkeit und Detailgenauigkeit in der Forschung der Schlüssel zum Erfolg sind.

Gab es Situationen, die Sie als Betreuerin besonders beeindruckt haben?

Dr. Egetenmeyer: Ja, definitiv. Nach einer sehr kurzen Einarbeitungszeit hat Mika begonnen, eigenständig nächste Schritte vorzuschlagen und umzusetzen – ohne große Anleitung. In Besprechungen hat er sich aktiv eingebracht und mit fachlich fundierten Beiträgen die Diskussion vorangebracht. Besonders positiv war auch, wie schnell er sich ins Team integriert hat und wie offen und zuverlässig die Kommunikation war.

Mika, was nimmst Du fachlich und persönlich aus Deinem Praxissemester mit?

Mika: Vor allem die Erkenntnis, dass Forschung ein Prozess ist. Oft erkennt man erst im Rückblick, welche Versuchsreihenfolge effizienter gewesen wäre oder an welcher Stelle Zeit und Aufwand hätten eingespart werden können. Das hat mein strukturelles Denken geschärft. Die Erfahrung, Zeit in die Vorplanung zu investieren, ist eine wertvolle Lehre für meine zukünftige Arbeitsweise.

Hat das Praxissemester Deinen Blick auf Deine berufliche Zukunft verändert?

Mika: Es hat ihn definitiv geschärft. Besonders faszinierend fand ich, wie mit unerwarteten Ergebnissen oder Komplikationen umgegangen wird. Das Analysieren unvorhersehbarer Phänomene und das gezielte Beheben von Problemen im Versuchsaufbau haben mein Interesse an der angewandten Forschung nachhaltig gestärkt.

Dr. Ann-Kathrin Egetenmeyer, was macht ein Praxissemester am fem aus?

Dr. Egetenmeyer: Studierende arbeiten hier in spannenden Forschungsprojekten mit realen Fragestellungen. Sie sind nicht nur „dabei“, sondern aktiv eingebunden, auch in Projektbesprechungen und Entscheidungsprozesse. Dadurch entsteht ein tiefes Verständnis für wissenschaftliches Arbeiten im Team und für die Anforderungen der Praxis.

Abschließend: Mika, welchen Rat würdest Du zukünftigen Studierenden geben, die ein Praxissemester am fem machen wollen?

Mika: Eigeninitiative ist das Wichtigste. Wer sich für die Themen begeistert, nicht nur auf neue Vorgaben wartet, sondern proaktiv eigene Ideen einbringt, um das Projekt voranzutreiben, wird hier eine unglaublich lehrreiche Zeit erleben.

Personalwechsel am fem Forschungsinstitut zum Volljährigen: Beate Bäuerle übergibt die Assistenz der Institutsleitung

Personalwechsel am fem Forschungsinstitut: Beate Bäuerle übergibt die Assistenz der Institutsleitung

Nach 18 Jahren engagierter Tätigkeit am fem Forschungsinstitut steht ein Personalwechsel in der Assistenz der Institutsleitung an. Seit ihrem Eintritt im Jahr 2008 war Beate Bäuerle eine zentrale organisatorische und strategische Stütze des Instituts und begleitete zahlreiche Entwicklungen, Projekte und Meilensteine.

Impulsgeberin für eine familienbewusste Unternehmenskultur

Bereits früh setzte Frau Bäuerle wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur. Ab 2010 engagierte sie sich maßgeblich für Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie und trieb entsprechende Initiativen innerhalb des Instituts voran.

Dieses Engagement trug wesentlich dazu bei, dass das fem Forschungsinstitut 2017 erstmals mit dem Prädikat „Familienbewusstes Unternehmen“ ausgezeichnet wurde. Vergeben wird die Auszeichnung von den Arbeitgeberverbänden und dem Landesfamilienrat Baden-Württemberg in Kooperation mit dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg.

2022 folgte erfolgreich die Rezertifizierung, und dank ihres kontinuierlichen Engagements darf das Institut das Prädikat auch im Jahr 2026 weiterhin tragen.

Organisationstalent hinter wichtigen Projekten und Meilensteinen

Neben diesem wichtigen Themenfeld begleitete Beate Bäuerle zahlreiche organisatorische und strukturelle Entwicklungen des Instituts. Dazu zählen unter anderem der Wechsel in der Institutsleitung im Jahr 2022 sowie bedeutende infrastrukturelle Projekte, wie den Bau des Applikationslabors sowie des Innovationslabors.

Auch bei institutsweiten Veranstaltungen war sie eine tragende organisatorische Kraft. Unter ihrer Federführung wurden unter anderem das 90-jährige Institutsjubiläum sowie das 100-jährige Jubiläum erfolgreich gefeiert.

Personalwechsel am fem Forschungsinstitut: Beate Bäuerle übergibt die Assistenz der Institutsleitung

Zentrale Rolle in Organisation und Compliance

Darüber hinaus verantwortete und koordinierte Frau Bäuerle zahlreiche Querschnittsthemen innerhalb der Institutsorganisation. Dazu gehörten unter anderem Aufgaben im Bereich Datenschutzmanagement, die Einführung und Betreuung entsprechender Softwarelösungen sowie Schulungen für Mitarbeitende. Ebenso war sie in das Vergabemanagement eingebunden und unterstützte die Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen. Während der Corona-Pandemie übernahm Frau Bäuerle zudem zentrale organisatorische Aufgaben im Gesundheits- und Schutzmanagement des Instituts und trug dazu bei, den Institutsbetrieb unter besonderen Bedingungen zuverlässig aufrechtzuerhalten.

Wichtige Stütze im Institutsalltag

Über die Vielzahl an Projekten und Aufgaben hinaus war Frau Bäuerle im Institutsalltag eine verlässliche Ansprechpartnerin für Kolleginnen und Kollegen. Mit ihrem organisatorischen Überblick, ihrer Erfahrung und ihrer Hilfsbereitschaft trug sie wesentlich zu einem funktionierenden Arbeitsumfeld und zum Zusammenhalt im Institut bei.

Der Abschied von Beate Bäuerle fällt nicht leicht. Mit ihr verlässt eine außergewöhnlich geschätzte, verlässliche und für das Institut über viele Jahre prägende Persönlichkeit das fem Forschungsinstitut. Zugleich freue ich mich sehr für sie, dass nun ein neuer Lebensabschnitt beginnt, den sie hoffentlich mit viel Freude und in vollen Zügen genießen kann. Über nahezu zwei Jahrzehnte hat sie die Arbeit der Institutsleitung und die Entwicklung des Instituts mit großem Engagement, beeindruckender Umsicht und einem sicheren Blick für das Wesentliche begleitet“, betont Institutsleiter Prof. Dr. Holger Kaßner.

Personalwechsel am fem Forschungsinstitut: Beate Bäuerle übergibt die Assistenz der Institutsleitung

Nach 18 Jahren am Institut – sozusagen zum „Volljährigen“ – endet nun diese prägende Phase in der Assistenz der Institutsleitung. Das fem Forschungsinstitut sagt daher vor allem eines:

Herzlichen DANK für Ihr langjähriges Engagement und die zahlreichen Impulse, die Sie in dieser Zeit eingebracht haben!

Die Nachfolge übernimmt ab sofort Kader Kaymakçi. Sie erreichen Frau Kaymakçi künftig unter folgender E-Mail-Adresse: Kaymakci@fem-online.de

Behind the Thesis: Natrium gleichmäßig abscheiden – was Strom, Substrat und Geometrie ausmachen  

Behind the Thesis: Natrium gleichmäßig abscheiden – was Strom, Substrat und Geometrie ausmachen © fem Forschungsinstitut

Wie scheidet man Natrium so ab, dass am Ende eine möglichst kompakte, flächendeckende Metallschicht entsteht? Genau dieser Frage ist Denis am fem Forschungsinstitut für seine Bachelorarbeit im Studiengang Oberflächentechnologie/Neue Materialien an der Hochschule Aalen nachgegangen.

Um die nächste Generation von Natriummetall-Batterien zu entwickeln, hat Denis sich intensiv mit der elektrochemischen Na-Abscheidung und unterschiedlichen Abscheidungsparametern beschäftigt. Denn wie gleichmäßig sich Natrium mithilfe von elektrischem Strom aus einem Elektrolyten auf ein Substrat abscheiden lässt, hängt von mehreren Stellschrauben ab. 

Für die Herstellung der Natriumschichten hat Denis verschiedene Stromführungen getestet: galvanostatisch (konstanter Strom), potentiostatisch (konstantes Potenzial) und Pulsstrom. Letzteres bedeutet, dass der Strom in kurzen Pulsen fließt. Außerdem kamen drei etherbasierte Elektrolyte und unterschiedliche Substrate zum Einsatz – von klassischer Kupferfolie bis hin zu kohlenstoffbasierten Materialien wie Graphitfaservlies. Auch die Geometrie spielte eine Rolle: Kanten, Rundungen und Flächen beeinflussen die lokale Stromdichte und damit, wo sich besonders viel Natrium abscheidet. 

Besonders spannend wurde es bei der Frage, wie stark sich die Abscheidung steuern lässt. Betreuer Dr. Reinhard Böck fasst dies so zusammen: „Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass Stromparameter und Substratwahl entscheidend sind und dass man die Natriumabscheidung gezielt beeinflussen kann.“ Vor allem Pulsstrom erwies sich als vielversprechend: homogenere Schichten, bessere Stromausbeute. Auch beim Material zeigte sich ein klarer Trend: „Mit amorphen, kohlenstoffbasierten Substraten haben wir bessere Abscheidungsergebnisse erzielt als mit reinen Kupfer- oder Aluminiumfolien“, so Böck. Gegen Ende der Arbeit ließen sich so Versuchsparameter definieren, mit denen kompakte Natriumschichten von über 15–20 µm realisierbar sind. 

Für Denis war neben der Facharbeit vor allem der Arbeitsmodus prägend. „Mich hat überrascht, wie selbstständig und frei strukturiert ich arbeiten konnte, und dass gleichzeitig immer Unterstützung da war.“  

Der Rat seines Betreuers, Experimente sauber zu planen und konsequent zu dokumentieren, ist ein wichtiges Mitbringsel für seine Karriere. „Das hat mir die Durchführung deutlich erleichtert und wird mir auch in Zukunft helfen“, sagt Denis

Doch auch Rückschläge gehörten dazu. Die Suche nach einem geeigneten Elektrolyten gestaltete sich schwieriger als gedacht. „Gerade der konstruktive Umgang mit experimentellen Schwierigkeiten hat mir gezeigt, dass in jedem Rückschlag auch Erkenntnis steckt.“ Daraus entstanden neue Versuchsansätze. 

Dr. Reinhard Böck hebt genau das hervor: „Denis war hervorragend vorbereitet, hat sehr akkurat gearbeitet und sich auch von anfänglichen Schwierigkeiten nicht entmutigen lassen.

Ausdauer, Präzision und die Bereitschaft, Versuchsreihen immer wieder neu zu denken – Stärken, von denen jede Forschungsarbeit profitiert.

Und wie geht es weiter? Denis plant den Einstieg ins Berufsleben, idealerweise im Bereich elektrochemische Energiesysteme. Sein Ziel: fachlich weiterwachsen und gleichzeitig mit seiner Arbeit einen sinnvollen, nachhaltigen Beitrag leisten. 

Wir sagen: Klingt nach einem guten Plan und wünschen alles Gute.

Archäologische Vortragsreihe 2026 am fem Forschungsinstitut in Schwäbisch Gmünd

Entdecken Sie spannende Einblicke in die Archäologie! Das fem Forschungsinstitut lädt in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Baden-Württemberg e.V. sowie dem Arbeitskreis Archäologie in Schwäbisch Gmünd ein zur Vortragsreihe „Geheimnisvolle Vergangenheit – Moderne Archäologie: Entdecken – Bergen – Restaurieren“. Experten aus Forschung und Denkmalpflege geben Einblicke in aktuelle Projekte, neueste Erkenntnisse und historische Zusammenhänge.

fem Research Institute 
Katharinenstraße 13–17, 73525 Schwäbisch Gmünd 

Jeweils 19:00 Uhr
Eintritt: 8,00 € / Mitglieder: 5,00 € 
Anmeldung erforderlich: Bitte per E-Mail an Frau Katja Baumgärtner unter k.baumgaertner@fem-online.de

Den Göttern geweiht – Naturheilige Plätze der Bronze- und Eisenzeit in Südwestdeutschland
Wann: 26. Januar 2026
Referent: Dr. Günther Wieland
Der Vortrag führt zu „naturheiligen“ Orten der späten Bronze- und Eisenzeit in Baden-Württemberg – markanten Plätzen, die Menschen für rituelle Handlungen und Opfergaben aufsuchten, lange bevor Tempelbauten entstanden. Die Identifizierung solcher Kultplätze gehört zu den spannendsten, aber auch anspruchsvollsten Aufgaben der Archäologie. Anhand archäologischer Befunde werden ausgewählte Heiligtümer vorgestellt.

Altbekannt und neu entdeckt – Frühe Kelten im Gmünder Umland
Wann: 23. Februar 2026
Referentin: Dr. Felicitas Schmitt
Schon seit der Altsteinzeit ist die Region um Schwäbisch Gmünd besiedelt. Auch die frühen Kelten hinterließen zahlreiche Spuren im Osten Baden-Württembergs. Zufallsfunde großer Infrastrukturprojekte, Forschungen an Höhensiedlungen und bekannte Fundplätze wie die Grabhügelfelder von Mögglingen geben Einblicke in die frühe Besiedlung und Kultur der Region.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen! 

Sichern Sie sich einen Platz und erleben Sie faszinierende Einblicke in die Vergangenheit direkt vor Ort in Schwäbisch Gmünd.

Weitere Informationen auch unter: https://www.gesellschaft-archaeologie.de/veranstaltungen.html 

Kupfer-Symposium des Kupferverbandes e.V. zu Gast am fem Forschungsinstitut 

Geballte Kupferkompetenz in Schwäbisch Gmünd

Schwäbisch Gmünd, 17. November 2025 – Rund 120 Fachleute aus Industrie, Forschung und Hochschulen kamen am 12. und 13. November zum 19. Kupfer-Symposium des Kupferverbandes e.V. ans fem Forschungsinstitut in Schwäbisch Gmünd. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen, Technologien, Prozesse und Anwendungen in den Bereichen Werkstofftechnik, Fertigung und Digitalisierung von Kupfer.

Plattform für den elementaren und zukunftsweisenden Werkstoff

Das Kupfer-Symposium gilt als bedeutendste deutschsprachige Fachveranstaltung zu Kupfer und Kupferlegierungen. In neun Sessions mit 25 Fachvorträgen und zwölf Posterbeiträgen spannte das Programm den Bogen von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz über additive Fertigung und Simulation bis hin zu Nachhaltigkeit und Recycling. Veranstalter ist der Kupferverband e.V., technologisches Kompetenzzentrum und Branchenverband der deutschen Kupferindustrie. Gemeinsam mit dem fem, das seit einem Jahrhundert Pionierarbeit in der Kupferforschung leistet, wurde das Symposium erstmals in Schwäbisch Gmünd ausgerichtet.

Kupfer steht heute im Zentrum einer neuen Innovationsphase. Es ist Schlüsselmaterial für Energiewende, Elektromobilität und Digitalisierung“, erklärte Prof. Dr. Holger Kaßner, Institutsleiter des fem. „Das Symposium bot uns die ideale Bühne, unsere Kompetenzen zu präsentieren und zu zeigen, wie wir datengetriebene Materialforschung und nachhaltige Prozesse in konkrete Anwendungen überführen.“

100 Jahre Kupferforschung am fem

Im Rahmen des Symposiums warfen die Gastgeber auch einen Blick in die eigene Geschichte: Die frühesten Aufzeichnungen über Kupferforschung am fem reichen bis ins Jahr 1929 zurück. Sie markieren den Beginn einer Erfolgsgeschichte aus wissenschaftlicher Neugier, technologischem Fortschritt und industrieller Relevanz.

Wie stark diese Tradition bis heute wirkt, zeigten Dr. Miriam Eisenbart, Abteilungsleiterin für Digitalisierung und KI am fem, und Miriam Dürr, Galvaniseurmeisterin und Technische Mitarbeiterin des Instituts. Dr. Eisenbart gab Einblicke in die Entwicklung von der klassischen Werkstoffforschung zu datenbasierten Methoden: Frühere Arbeiten zu neuartigen Kupferlegierungen münden heute in Projekten wie KupferDigital, in denen Materialeigenschaften, Fertigungsprozesse und ökologische Daten verknüpft werden und als Grundlage für einen digitalen Produktpass im Kupferkreislauf dienen.

Miriam Dürr präsentierte aktuelle Forschungsarbeiten zur Optimierung der Wärmeleitfähigkeit von Kupfer, um elektronische Bauteile effizienter zu kühlen und ihre Lebensdauer zu verlängern.

Austausch, Vernetzung und Ausblick

Führungen durch das fem sowie Exkursionen zu regionalen Industriepartnern – darunter Umicore und die Silberwarenfabrik – und eine Abendveranstaltung im Kloster Lorch boten vielfältige Möglichkeiten zum Austausch und zur Vernetzung. Das nächste Kupfer-Symposium findet 2027, dann in Kooperation mit der RWTH Aachen statt.

Teilnehmende des Kupfer Symposiums am fem Forschungsinstitut. © Thomas Zehnder

Teilnehmende des Kupfer Symposiums am fem Forschungsinstitut. © Thomas Zehnder

Weitere Impressionen:

Zum Welttag der Wissenschaft: Wie groß ist der Return on Science?

Wie groß ist der “Return on Science”? Der 10. November ist Welttag der Wissenschaft – ein Tag, an dem wir daran erinnern, dass Wissen mehr ist als Erkenntnis. Wissenschaft ist der Motor für Fortschritt, Wirtschaftskraft, Resilienz und Nachhaltigkeit.

Doch wie misst man den Wert von Wissen?

Wie stark Forschung tatsächlich wirkt, zeigt der aktuelle Evaluationsbericht der Innovationsallianz Baden-Württemberg (innBW), den die Landesregierung beauftragt hat. Alle zwölf Institute der innBW wurden von externen Gutachtern im Hinblick auf Qualität und Erfolg der Forschungs- und Transferarbeit evaluiert. Das Ergebnis in Zahlen:

🔹 1 € Grundfinanzierung erzeugt 4,25 € Wertschöpfung.
🔹 1:7 – auf ein gefördertes Projekt kommen sieben Direktaufträge aus der Wirtschaft.
🔹 +23,5 Prozent Industrieaufträge seit 2017, allein 5.513 Projekte im Jahr 2023.
🔹 +46 Prozent Zuwachs bei Aufträgen kleiner und mittlerer Unternehmen seit 2017.

Ihr Fazit: „Die Institute der innBW sind ein wesentliches Asset für Baden-Württemberg“. Sie loben exzellente Forschung, enge Wirtschaftsnähe und Spitzenleistungen in zentralen Technologiebereichen.

🚨 ABER:

Der Bericht mahnt auch: Forschung braucht stabile Rahmenbedingungen, um weiter Wissen zu schaffen. Weniger Investitionen, wirtschaftliche Unsicherheit und knappe öffentliche Mittel gefährden diesen Erfolg.
Am fem Research Institute definieren wir den „Return on Science“ wie folgt:

🔹 Abhängigkeiten reduzieren und Resilienz maximieren
🔹 Technologische Souveränität gewinnen
🔹 Wettbewerbsfähigkeit ausbauen
🔹 Fortschritt und Wohlstand gewährleisten
🔹 Zukunft für Wirtschaft & Gesellschaft ermöglichen

Wir stehen für angewandte Forschung, die Wirtschaft bewegt, Menschen befähigt und Zukunft baut durch Materialkompetenz.

return on science

Das fem beim Albmarathon 2025 in Schwäbisch Gmünd

🏃‍♀️🏃‍♂️ Läuft beim fem! Erfolgreicher Albmarathon 2025.

Ob fünf oder zehn Kilometer – unsere Kolleg:innen haben beim Albmarathon gezeigt, dass Forschung nicht das Einzige ist, was bei uns läuft. 🚀

🏅 Janina flitze die 5-km-Strecke in unter 25 Minuten ins Ziel und sicherte sich Platz 1 in ihrer Altersklasse. Zum Lohn gab’s eine hölzerne Goldmedaille!

Sie war so schnell wieder zurück, dass sie anschließend noch Zeit hatte, Timo und Florian beim Start des 10-km-Laufs kräftig anzufeuern.

Beide meisterten die anspruchsvolle Strecke mit 149 Höhenmetern mit Bravour.

Während es beim 5-km-Lauf noch regnete, liefen unsere 10-km-Starter bei perfekten Wetterbedingungen und so herrschte am Ziel dann beste Stimmung.

👏 Gratulation an alle drei für eine starke sportliche Leistung!

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Kupfersymposium 2025 am fem Forschungsinstitut: Cu next week!

👀 Cu next week auf dem Kupfer Symposium 2025 am fem Research Institute in Schwäbisch Gmünd! 

Am 12. und 13. November 2025 kommen führende Köpfe aus Industrie, Wissenschaft und Verbänden zur bedeutendsten deutschsprachigen Plattform rund um den Werkstoff Kupfer zusammen – veranstaltet vom Kupferverband e.V. 

Was Sie erwartet: Impulse, Insights und Interaktion mit großartigen Vertreter:innen aus Forschung und Industrie zu Themen wie

▪️Digitalisierung & KI in der Werkstofftechnik,

▪️Additive Fertigung und Fügetechnik,

▪️Werkstoffdesign, Simulation und Kreislaufwirtschaft.

Auf dem Programm stehen spannende Beiträge unserer fem Kolleg:innen: 

🔹Dr. Miriam Eisenbart stellt die Projekte „KupferDigital 1 & 2“ vor und zeigt in ihrem Vortrag, wie ein Materialdatenraum Effizienz und Nachhaltigkeit entlang des Kupferlebenszyklus steigern kann. In einer Keynote am zweiten Kongresstag beleuchtet sie zwei Jahrzehnte Kupferforschung am fem Forschungsinstitut.

🔹Frank König leitet die Session Additive Fertigung. 

🔹Dr. Heidi Willing hält einen Vortrag zur „Herstellung von hochwärmeleitfähigen Kupferfolien unter der Einlagerung von Diamanten“. 

🔹Felix Bauer übernimmt die Leitung der Postersession und setzt damit den Schlusspunkt eines intensiven ersten Konferenztages.

Eröffnet wird das Symposium durch Prof. Dr. Holger Kaßner, Institutsleiter des fem, und Dr. Klaus Ockenfeld, Managing Direktor des Kupferverbands e.V.

Wir freuen uns auf Sie. See you there!

👉 Zum vollständigen Programm: https://kupfer.de/wp-content/uploads/2025/10/Kupfersymposium-2025-Programm-Ansicht-251021.pdf

kupfersymposium reminder

We AIM for talents – das fem Forschungsinstitut als Aussteller auf der Aalener Industrie Messe 2025!

Knapp 100 Aussteller, viele interessierte Studierende und spannende Gespräche – das erlebten unsere Kolleg:innen Madlen Danz und Christoph Kiesl auf der Aalener Industrie Messe – AIM for students.

Sie berichten von regem Austausch mit vielen engagierten – auch internationalen – Studierenden und großem Interesse an Werkstudententätigkeiten, Praktika und Einstiegsmöglichkeiten im technischen Bereich.

Ebenso erfreulich: Auch Unternehmen suchten aktiv den Kontakt zum fem, um über Kooperationen und Forschungsprojekte zu sprechen.

Ein herzliches Dankeschön an alle Besucher:innen – wir haben viele Talente und Ideen „geAIMt“!

Aktuelle Stellenausschreibungen auch zu Abschlussarbeiten finden sich auch here.

Wir freuen uns auf den Austausch mit motivierten Talenten – reinschauen lohnt sich!

fem Forschungsinstitut auf der AIM 2025
fem Forschungsinstitut auf der AIM 2025
fem Forschungsinstitut auf der AIM 2025

Delegationsreise in Schweden: Eindrücke aus der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie

Wie kann Europa seine industrielle und sicherheitspolitische Souveränität stärken? Diese Frage stand im Zentrum der dreitägigen Delegationsreise nach Schweden, an der unser Head of Industry Business, Frank König, gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aus Baden-Württemberg teilnahm.

Stationen, Einblicke und Erkenntnisse

Von AAC Clyde Space in Uppsala über Saab und die SSC – Swedish Space Corporation bis zu GKN Aerospace und der Business Region Göteborg: Die Delegation erhielt exklusive Einblicke in eine Branche, die in Schweden stark in Forschung und Entwicklung investiert.

Die schwedische Sicherheits- und Verteidigungsindustrie zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Verzahnung von Industrie, Forschung und staatlicher Strategie aus, mit dem Ziel, technologische Souveränität und Resilienz zu stärken. 

Was uns besonders beeindruckt hat, ist die konsequente Zusammenarbeit über institutionelle Grenzen hinweg“, sagt Frank König. „Diese enge Abstimmung schafft Geschwindigkeit, ohne die Qualität und Verantwortung aus dem Blick zu verlieren.“

Unser Beitrag als FuE-Partner

Sicherheitsarchitektur ist längst nicht mehr nur militärisch zu denken – sie bedeutet, Krisen vorzubeugen, kritische Infrastrukturen zu schützen und Abhängigkeiten zu reduzieren. Als regionaler Forschungs- und Entwicklungspartner entwickelt das fem Forschungsinstitut Material-, Prozess- und Oberflächenlösungen für sicherheitskritische Anwendungen: von Hochleistungsbeschichtungen und Sonderwerkstoffen mit optimierter Prozessierbarkeit über funktionsintegrierte Oberflächen bis hin zu autonomen Energietechnologien.

Mit unserer Expertise in Werkstofftechnik und Technologieintegration leisten wir einen Beitrag zu einer europäischen Sicherheitsarchitektur, die zivile und militärische Resilienz gleichermaßen stärkt.

Herzlicher Dank gilt Baden-Württemberg International, dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg und allen beteiligten Partnern auf deutscher und schwedischer Seite für Organisation, Austausch und Inspiration.

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Copyright der Fotos liegen bei Baden-Württemberg International