Workshop „Drohendes Chrom (VI)-Verbot setzt die Industrie unter Druck | Perspektiven mit der Dünnschichttechnologie“ am 14.-15. Mai 2024

Welche Möglichkeiten einer Substitution von Chrom (VI) stehen der Industrie aktuell zur Verfügung? Wie bereiten sich die verschiedenen Branchen (wie bspw. die Galvanikbranche oder indirekt der Maschenbau) auf diese Substitution und die damit verbundenen Auflagen vor? Die Antworten erhalten Sie im Workshop „Drohendes Chrom (VI)-Verbot setzt die Industrie unter Druck | Perspektiven mit der Dünnschichttechnologie“.

Wir begrüßen Dr. Martin Fenker,  fem Forschungsinstitut mit seinem Vortrag “Entwicklung REACH-konformer Schichten – auf Basis von Refraktärmetallen und Magnesium mittels Magnetron-Sputtern”. Er spricht über die Korrosionsproblematik bei PVD/PACVD-beschichteten Bauteilen, die in der Regel auf Schichtdefekte zurückzuführen ist. Am fem Forschungsinstitut wird seit 2004 an defekt-toleranten Schichten geforscht, um die Korrosionsbeständigkeit von PVD-Beschichtungen zu verbessern. Diese Forschung hat zur Entwicklung von Refraktärmetall-Magnesium-Nitridschichten geführt, die im Gegensatz zu CrVI- und Ni-Schichten nicht durch die REACh-Verordnung eingeschränkt sind und deren Korrosionsverhalten aktuell untersucht wird. Die derzeitigen Ergebnisse des Projekts werden im Vortrag vorgestellt.

Weitere Informationen zum Workshop und zur Anmeldung finden Sie hier.

Workshop Martin Fenker

Workshop KupferDigital am 18. Juni 2024

Am 18. Juni 2024 veranstaltet das Konsortium des Projekts KupferDigital einen offenen Workshop zu den Projektergebnissen. Der Workshop findet am Fraunhofer Institut für Werkstoffmechanik (IWM) in Freiburg statt. 

Neben einer Schulung zur Methodik hinter semantischen/vernetzten Daten werden auch die Digitalisierungswerkzeuge, die im Projekt KupferDigital erarbeitet wurden, vorgestellt. Sie können in begleiteten Hands-On-Sessions getestet und erlernt werden. Die Projektergebnisse werden zum ersten Mal in dieser Form bereitgestellt und live demonstriert. 

Der Workshop richtet sich an interessierte Anwender aus Industrie und Forschung und ist kostenfrei. 

Nähere Informationen und die Registrierung finden Sie hier. Aufgrund der engen Betreuung in den Hands-On-Sessions ist die Teilnehmerzahl begrenzt. 

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Die Beschreibung des Projekts KupferDigital finden Sie hier.

2023 poster kupferdigital digleg final

Fortschritt in der Brennstoffzellentechnologie: Kann Aluminium Edelstahl als Grundmaterial für Bipolarplatten ersetzen?

Das ist die Frage, die das neue Projekt AluBiPEM – “Entwicklung und Fertigung von aluminiumbasierten Bipolarplatten mit Anwendung in NT-PEM-Brennstoffzellen” – mit einem echten Innovations- und Performanceschub für die Brennstoffzellentechnologie beantworten möchte. Das Verbundprojekt wird im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert. Zentrales Ziel: Der Einsatz von Aluminium als Substratwerkstoff für die Schlüsselkomponente Bipolarplatte.

Mit der Verabschiedung des Klimaschutzgesetzes und der anvisierten CO2-Neutralität bereits ab dem Jahr 2045 wird das Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2050 signifikant zu senken, noch einmal deutlich verschärft. Umso wichtiger ist es, der Brennstoffzellentechnologie durch Produkt- und Prozessinnovationen flächendeckend zum Durchbruch zu verhelfen. Ein entscheidender Baustein ist dabei der Einsatz von Aluminium statt Edelstahl als Substratwerkstoff für die Schlüsselkomponente Bipolarplatte. Die Gründe liegen auf der Hand: geringere Fertigungskosten, geringeres Systemgewicht sowie höhere Wärmeleitfähigkeit und elektrische Leitfähigkeit im Vergleich zu Edelstahl. Das fem konzentriert sich auf die Entwicklung eines korrosionsbeständigen, neuartigen galvanischen Schichtaufbaus mit möglichst geringen Kontaktwiderstand für die elektrische Kontaktierung der Bipolarplatte mit der Gasdiffusionslage.

alubipem

Das Projektkonsortium traf sich am 28.2.2024 zum Kick-Off-Meeting am fem, um die geplanten Abläufe und Vorgehensweise zu besprechen und die Arbeitspakete und Schnittstellen untereinander abzustimmen. 

Im Projekt fungiert Unicorn Energy als Verbundkoordinator. Weitere Verbundpartner sind neben dem fem das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), Additive Manufacturing at Fraunhofer ILT, SB Brutschin GmbH Werkzeug- und Vorrichtungsbau, Eloxal-Höfler GmbH, Pulsar Photonics GmbH und Gramm Technik GmbH.

Ein vielversprechender Start, der Großes erwarten lässt! 

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

CT-Aufnahme einer Bipolarplatte aus Aluminium

Das fem auf dem Pulversymposium Dresden: Trends und Innovationen in der Beschichtungsbranche

Das diesjährige Pulversymposium in Dresden beleuchtete eine Vielzahl von Themen und Trends in der Beschichtungsbranche. Als wichtigste Themen stellten sich die Einsparung von Energie und CO₂ sowie die fortschreitende Digitalisierung heraus.

Am Stand des fem weckten ausgewählte Exponate der Schadensfallanalytik und des breiten Dienstleistungsangebots das Interesse der Besucher. Christof Langer, Abteilungsleiter der Leichtmetall-Oberflächentechnik am Gmünder Forschungsinstitut, nutzte die Gelegenheit, sich mit Branchenexperten am Messestand über aktuelle Fragestellungen der Industrie auszutauschen und über die laufenden Forschungsvorhaben des fem zu informieren. 

pulversymposium stand 2

Zum Thema “Recyclingaluminium und Pulverbeschichtung – funktioniert das?” präsentierte Christof Langer einenausführlichen Vortrag. Dabei beleuchtete er die Herausforderungen, die sich durch den Einsatz von Recyclingaluminium für die Pulverbeschichtungsbranche ergeben. Er wies besonders darauf hin, dass die Korrosionsbeständigkeit des pulverbeschichteten Aluminiums maßgeblich von der chemischen Zusammensetzung der Oberfläche abhängt, da die Qualität von nicht-sortenreinem Recyclingaluminium schwankt. Ein aktuelles Forschungsprojekt zielt darauf ab, einen neuen Vorbehandlungsprozess zu entwickeln, der die korrosionsfördernden intermetallischen Phasen entfernt, um eine gleichbleibende Qualität nach der Pulverbeschichtung zu gewährleisten

pulversymposium vortrag2

Die Veranstaltung bot eine Plattform für Austausch und Ideen, Vorstellung innovativer Lösungen und Diskussion über zukünftige Entwicklungen. Der Messestand des fem erwies sich als bedeutender Anlaufpunkt für Fachleute, die auf der Suche nach ganzheitlichen Lösungen und wegweisenden Forschungsansätzen sind.

pulversymposium vortrag

Abteilungsleiter Analytik (m/w/d) gesucht!

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Abteilungsleiter (m/w/d) für unsere Abteilung Analytik.

Die Stellenauschreibung finden Sie hier.

DAkkS-Reakkreditierung: Höchste Standards am fem erneut bestätigt

Unsere Prüfverfahren unterliegen einer regelmäßigen Akkreditierung gemäß ISO 17025, einem komplexen, aber entscheidenden Prozess, der sicherstellt, dass wir den stetig wachsenden Anforderungen in den Bereichen Materialwissenschaft und Oberflächentechnik gerecht werden. Diese Akkreditierung beinhaltet eine umfassende Evaluierung unserer Fähigkeiten in verschiedenen Kompetenzbereichen, darunter Umweltsimulationen wie Korrosions-, Bewitterungs- und technologische mechanische Prüfungen, chemische Analytik und Materialprüfung. Diese Verfahrenkommen nicht nur bei der Qualitätssicherung, sondern auch bei der Lösung komplexer Schadensfälle zum Einsatz.

Besonders hervorzuheben sind dabei Verfahren wie die Druckwasserstahlprüfung, die instrumentierte Eindringprüfung und die Relaxionsversuche. Im Bereich der Analytik bieten wir mehr als 70 reakkreditierte Prüfverfahren an.

druckstrahltest

Das Fachgutachten nach ISO 17025 bestätigt erneut die Richtigkeit unserer Prüfverfahren durch unabhängige Experten. Dies stärkt das Vertrauen unserer Partner und Kunden in die Zuverlässigkeit unserer Ergebnisse. Dr. Christof Langer, unser Ansprechpartner im Bereich Akkreditierung, betont: “Die positive Fachbegutachtung sehe ich grundsätzlich als Bestätigung der Fachkompetenz unserer Mitarbeiter. Gleichzeitig geben die Gespräche mit Experten aber auch die Gelegenheit, unsere Prozesse kritisch zu hinterfragen und nachfolgend zu optimieren. Immer mit dem Ziel, die Herausforderungen und Veränderungen unserer dynamischen Branche zielgerichtet zu lösen. Das wir dazu bereit sind, zeigt auch die ständige Anpassung unserer Akkreditierungsurkunde, die regelmäßig neue Prüfverfahren beinhaltet, um den Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden”.

instrumentelle eindringprüfung

Insgesamt bietet das fem 200 flexibel akkreditierte Prüfverfahren nach ISO 17025, die seit 1996 kontinuierlich reakkreditiert werden. Die Akkreditierungsurkunde nach DIN ISO 17025 samt Anlagen ist in Kürze als Download verfügbar.

Weitere Informationen zur DAkkS-Akkreditierung finden Sie hier.

zugversuch

fem auf dem Jewelry Technology Forum in Vicenza: Strategien für die Entwicklung neuer Schmucklegierungen

Unser Spezialist für Edelmetalle und die Entwicklung innovativer Legierungen, Dr. Ulrich Klotz, hat am Jewelry Technology Forum (JTF) in Vicenza teilgenommen, um über Strategien für die Entwicklung neuer Schmucklegierungen zu sprechen. Das JTF fand im Rahmen der VINCENZAORO statt, Europas führender internationaler Veranstaltung für die Gold- und Schmuckindustrie, die in diesem Jahr ihr siebzigjähriges Jubiläum feiert.

Die Entwicklung von Legierungen spielt in der Schmuckindustrie eine entscheidende Rolle, um gewünschte Eigenschaften wie Farbe, Farbstabilität, mechanische Eigenschaften und Korrosionsbeständigkeit zu erreichen. Klotz zeigte auf, wie wir am fem Forschungsinstitut die möglichen Vorteile der Übernahme von Strategien aus anderen Branchen zur Verbesserung des Legierungsentwicklungsprozesses in der Schmuckherstellung untersuchen. Dieser interdisziplinäre Ansatz integriert thermodynamische Simulationen und experimentelle High-Throughput-Screeningmethoden, um die Entdeckung und Optimierung von Legierungszusammensetzungen zu beschleunigen. Thermodynamische Simulationen werden eingesetzt, um die Phasenstabilität, das Erstarrungsverhalten, die Wärmebehandlung und die Legierungseigenschaften vorherzusagen. Durch den Einsatz von Berechnungswerkzeugen können unsere Forscher die Auswirkungen verschiedener Legierungselemente auf die endgültigen Materialeigenschaften effektiv analysieren.

“Wir passen experimentelle High-Throughput-Screeningmethoden an, um einen riesigen Raum potenzieller Legierungskandidaten effizient zu untersuchen. Diese Screening-Techniken ermöglichen die schnelle Herstellung und Bewertung einer großen Anzahl von Legierungsproben, so dass wir vielversprechende Zusammensetzungen für weitere Analysen identifizieren können”, so Klotz.

Die Ergebnisse von Klotz und seinem Team am fem können den Weg für innovative und nachhaltige Verfahren zur Entwicklung neuer Schmucklegierungen ebnen und der Schmuck- und Uhrenindustrie neue Wege zur Erforschung und Inspiration eröffnen.

📣 Schließlich: Auf der VICENZAORO wurde eine neue und vielversprechende Veranstaltung, das Vicenza Symposium, angekündigt. Es richtet sich an die Schmuckindustrie und Modemacher und wird vom 2. bis 4. September 2025 zum ersten Mal in Vicenza stattfinden. Wir von fem sind sehr aufgeregt und stolz, einer der Organisatoren zu sein!

image (4)
image (3)

Mittelstand braucht starken Schulterschluss von Forschung und Politik

Mit drei wichtigen Themen starteten Martina Häusler MdL (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) und Institutsleiter Prof. Dr. Holger Kaßner ihren forschungs- und bildungspolitischen Dialog 2024 am fem Forschungsinstitut in Schwäbisch Gmünd: 

💪 Starker Mittelstand: Häusler und Kaßner sind sich einig, dass unabhängige, industrienahe Forschungseinrichtungen wie das fem und die Institute der innBW für den Technologietransfer von neuen Ideen, Konzepten und Prozessen unerlässlich sind. Ziel muss darum die Stärkung der themenoffenen, anwendungsorientierten Projektförderung und eine Öffnung aller Forschungsprogramme des Bundes für die KMU-Forschung sein. “Wer den Industriestandort Deutschland erhalten und stärken will, darf an der Forschung für kleine und mittelständische Unternehmen nicht sparen”, so Prof. Dr. Holger Kaßner.

🎓 Lebenslanges Lernen: Hervorragende Forschungsergebnisse sind nicht zuletzt das Resultat einer umfassenden und praxisnahen Ausbildung. In Zeiten der hohen Transformationsgeschwindigkeit in den naturwissenschaftlichen und technologischen Wissenschaften bekommt das lebenslange Lernen eine völlig neue Bedeutung: Die kontinuierliche Weiterbildung nach dem Bildungsabschluss, etwa im Rahmen von Zertifikatsstudiengängen, ist von elementarer Bedeutung, wenn es darum geht, neue Trends und Methoden – Stichwort Künstliche Intelligenz – zu verstehen und effektiv in die eigenen Forschungsarbeit zu integrieren. 

🔋 Energieneutrales Forschen: Innovative Forschungseinrichtungen sollten bei der Energiewende in Deutschland eine besondere Rolle einnehmen – durch bahnbrechende Konzepte in den Bereichen Batterietechnik, Energieübertragung und Wasserstofftechnik, aber auch durch die intelligente energetische Planung und Sanierung von neuer und bestehender Forschungsinfrastruktur. “An der grünen Energiewende zu forschen und dabei zugleich auf Effizienz, Nachhaltigkeit und Einsparpotentiale in der eigenen Forschungspraxis zu achten, das nenne ich gelebte Energiewende!”, so die Landtagsabgeordnete Martina Häusler. 

Wir danken Martina Häusler, Melina Riegel und Theresia Sacher für Ihren Besuch in Schwäbisch Gmünd und freuen uns auf die Fortsetzung des Dialogs!

img 8256
img 8260

Das fem wünscht frohe Weihnachten und ein glückliches neues Jahr 2024!

Liebe Partner, Kunden und Freunde des fem,

ein ereignisreiches Jahr neigt sich seinem Ende zu! Unsere drei Highlights in 2023 waren der schwungvolle Start unseres neuen Institutsleiters Prof. Dr. Holger Kaßner, der mit viel Energie und neuen Ideen die strategische Weiterentwicklung des fem vorantreibt, die Gründung unserer Abteilung Digitalisierung und KI, in der sich alles um die Fragen der Materialinformatik dreht, und natürlich die feierliche Eröffnung unseres Innovationslabors mit zusätzlichen 4500 qm Fläche für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer in wichtigen Zukunftsfeldern.

Am 22. Dezember 2023 gehen wir in unsere Weihnachts- und Winterpause und sind am 8. Januar 2024 wieder für Sie da. Wie freuen uns auf viele neue Aufgaben und Projekte und wünschen Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest 🎄und einen guten Rutsch ins neue Jahr 🍾.

Das fem präsentiert neue Forschungsergebnisse auf dem Kupfer-Symposium 2023 in Jena

Auf dem diesjährigen Kupfer-Symposium in Jena war das fem mit zwei Präsentationen vertreten: “Charakterisierung und Modellierung des Langzeitverhaltens von Kupferwerkstoffen und Anwendung: Effiziente Identifikation von Materialparametern im Cantilever-Versuch” und “Digitalisierung eines High-Throughput Legierungsentwicklungsprozesses”.

Im ersten Vortrag präsentierte Dr. Ulrich Klotz die Ergebnisse zur Optimierung der Werkstoffeigenschaften von Kupferlegierungen für Steckverbinder und elektrische Kontakte, die unter hoher thermischer und mechanischer Beanspruchung stehen und führte die Funktionsweise unseres selbst entwickelten Prüfstands für Relaxationsmessungen vor. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Dr. Miriam Eisenbart stellte in einem weiteren Vortrag sowie anhand eines Posters und Demonstrators unsere aktuellen FuE-Aktivitäten auf dem Gebiet der Digitalisierung in der Werkstoffentwicklung vor. Ziel des Projekts KupferDigital ist es, den gesamten Kupfer-Lebenszyklus – von der Erzgewinnung bis zum Recycling – digital zu erfassen und für drei im Projekt entwickelte Legierungen Prozesse, Mikrostruktur, Material- und Recyclingeigenschaften in einer sogenannten Ontologie in standardisierter Form zu repräsentieren. Alle Details sind hier zusammengefasst.

Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ganz herzlich für die vielen guten Diskussionen und dem Kupferverband e.V. für die perfekt organisierte Veranstaltung! Übrigens: Das Kupfer-Symposium 2025 findet in zwei Jahren am fem Forschungsinstitut in Schwäbisch Gmünd statt! #SavetheDate

img 1891
fem mk mg 3219 2kpx