24.10.2017

"Forschung läuft" – 27. Sparkassen Alb Marathon

Nach exakt 48 Minuten und 55 Sekunden war es so weit: Christof Langer überquerte als erster Läufer aus dem Team des Forschungsinstituts Edelmetalle + Metallchemie die Ziellinie, dicht gefolgt von seinen Kollegen Mirko Ante und Herbert Kappl. Insgesamt achtzehn Läuferinnen und Läufer gingen beim 27. Sparkassen Alb Marathon für das Forschungsinstitut fem auf der 10 km-Route an den Start: hochmotiviert, gut trainiert und in sonnengelb strahlenden Trikots – unübersehbar im 352 Köpfe zählenden Starterfeld. „Ein voller Erfolg!“, strahlt Beate Bäuerle, Assistentin des Institutsleiters Dr. Andreas Zielonka und unter anderem zuständig für die betriebliche Gesundheitsförderung am fem. Sie meldete das Institut kurzerhand zum Lauf an, trommelte ein Team zusammen und organisierte in den Monaten vor dem Lauf das Training: „Wir haben ganz einfach das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden, den Spaß und das tolle Gemeinschaftsgefühl mit den schweißtreibenden Trainingsläufen“, scherzt sie. Für das fem war es die erste Teilnahme am Marathon überhaupt. Im kommenden Jahr, darüber war sich das Team nach dem Lauf sofort einig, will man unbedingt wieder mit dabei sein. Eine kleine Gruppe hat mit der Vorbereitung bereits begonnen und absolviert einmal in der Woche ein Lauftraining. Denn 2018 will man ein bisschen schneller, ein paar Minuten früher ins Ziel kommen – soviel Ehrgeiz muss sein.

 

 
15.09.2017

Heinz-Leuze-Preis für das fem

Große Ehre für das fem: Der Heinz-Leuze-Preis 2017 der Deutschen Gesellschaft für Galvano- und Oberflächentechnik e. V. (DGO) wurde an ein siebenköpfiges Forscherteam verliehen, darunter zwei Forscher aus dem Forschungsinstitut Edelmetalle + Metallchemie. Ausgezeichnet wurde die Arbeit Brennstoffzellenkatalysatoren auf Gasdiffusionselektroden elektrochemisch herstellen*, die im vergangenen Jahr in der Zeitschrift Galvanotechnik publiziert wurde. Ann-Kathrin Egetenmeyer aus der Abteilung Elektrochemie nahm den Preis am Eröffnungsabend der ZVO Oberflächentage in Berlin stellvertretend für alle beteiligten Autoren entgegen.

Weitere Informationen zum Heinz-Leuze-Preis
Impressionen von den ZVO Oberflächentagen in Berlin finden Sie hier

*A.K. Egetenmeyer (fem), M. Baumgärtner (fem), D. Durneata, H. Natter, R. Hempelmann, I. Radev und V. Peinecke
Brennstoffzellenkatalysatoren auf Gasdiffusionselektroden elektrochemisch herstellen
Galvanotechnik 107, 675-684 (2016), Heft 4

 

 
25.08.2017

Daumen hoch für das fem: Staatssekretär Christian Lange MdB am fem

Kaum hatte der Justizstaatssekretär und Gmünder SPD-Bundestagsabgeordnete Christian Lange das fem verlassen, war auf seinem Twitter-Kanal zu lesen: „Am Forschungsinstitut Edelmetalle + Metallchemie in Schwäbisch Gmünd wird auch die Batterieforschung vorangetrieben“, gefolgt von einem Emoji, das den Daumen zustimmend in die Höhe reckt. Mitten im Wahlkampf fand Lange Zeit für ein Gespräch mit Institutsleiter Dr. Andreas Zielonka, das sich um viele forschungspolitische Themen, den Forschungstransfer in die klein- und mittelständische Wirtschaft und eben auch um die Elektromobilität drehte. Dr. Andreas Zielonka führte das Gespräch als Institutsleiter des fem und Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF), zu deren einhundert Mitgliedsvereinigungen auch der Verein für das fem zählt. „Jedes unserer Forschungsprojekte ist ein Beispiel für die sehr direkte Kooperation mit Firmen, für die wir seit vielen Jahrzehnten als Problemlöser arbeiten“, erklärte Zielonka dem interessierten Staatssekretär. Im vergangenen Jahr seien im Durchschnitt 12 Unternehmen an jedem AiF-Projekt beteiligt gewesen, ein klarer Indikator für das dichte und erfolgreiche Netzwerk, in das Forschung und Wirtschaft eingebunden seien. Christian Lange, seit 2013 Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz, unterstrich die Bedeutung, die anwendungsorientierte Forschungsinstitute wie das fem als Bindeglied zwischen der auf Forschung angewiesenen Industrie und der Forschungspolitik des Bundes hätten und zeigte sich nach einem Rundgang durch das Institut überzeugt davon, dass „die Forschungsarbeiten am fem im Bereich der Batterieforschung einen Beitrag für die Zukunft der E-Mobilität leisten.“ Dr. Seniz Sörgel, die am fem den Forschungsbereich Batterietechnik leitet, gab Lange im Labor einen kurzen Einblick in ihre Arbeit an vielversprechenden Lithium-Schwefel-Batterien, die in absehbarer Zeit die heute gängigen Lithium-Ionen-Systeme beerben sollen. Für Staatssekretär Lange stand zum Schluss seines Besuchs außer Frage, dass „die außeruniversitäre Forschung, insbesondere bei uns in Schwäbisch Gmünd, für die Zukunft gestärkt und ausgebaut werden muss.“

 

 
31.07.2017

Forschungspolitischer Dialog mit Staatssekretär Norbert Barthle

In acht Wochen finden die Wahlen zum 19. Deutschen Bundestag statt, der Wahlkampf tritt langsam aber sicher in seine heiße Phase. Umso erfreuter war Dr. Andreas Zielonka, dass Staatssekretär Norbert Barthle, der direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises Backnang–Schwäbisch Gmünd, Zeit für einen Besuch in seiner Heimat fand und der Einladung ans fem folgte. Das Treffen stand unter dem Motto „Forschungspolitischer Dialog“. Gegenstand des Gedankenaustauschs war die Frage, wie der Bund die Zusammenarbeit zwischen anwendungsorientierten Forschungsinstituten wie dem fem und klein- und mittelständischen Unternehmen fördern und verbessern kann. Dr. Andreas Zielonka führte das Gespräch nicht nur in seiner Funktion als Institutsleiter des fem, sondern auch als Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF), zu deren 100 Mitgliedsvereinigungen auch der Verein für das fem zählt. „Die AiF organisiert die Forschung für den Mittelstand im Rahmen der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie getragenen Programme IGF und ZIM, 2017 stehen dafür rund 700 Millionen Euro zur Verfügung. Wenn wir die Innovationskraft des Mittelstands weiter stärken wollen, ist ein Ausbau der Programme unerlässlich“, unterstrich Zielonka und wies darauf hin, dass von der globalen Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands nicht zuletzt die Sicherung von Arbeitsplätzen sowie die Förderung und Ausbildung des Nachwuchses abhängen.

Norbert Barthle, seit 2015 Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, zuvor sechs Jahre lang haushaltspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, betonte die Bedeutung, die wirtschaftsnahe Forschungsinstitute als Dialogpartner für die Forschungspolitik des Bundes hätten und stimmte mit seinem Gastgeber darin überein, dass „Forschung und Entwicklung Grundlage eines starken Mittelstands und damit unseres Wohlstands“ seien. Einen Einblick in die derzeitige Forschungsarbeit des fem auf so wichtigen Gebieten wie der Energietechnik und der digitalisierten Fertigungstechnik erhielt Barthle beim anschließenden Rundgang durch das Haus. „Jedes unserer Projekte ist ein anschauliches Beispiel für die direkte, zielgerichtete Kooperation mit Firmen, für die wir Problemlöser und Innovationsmotor zugleich sind“, so Zielonka. Im vergangenen Jahr waren im Durchschnitt 12 Unternehmen an jedem IGF-Projekt beteiligt, ein klarer Indikator für das dichte und erfolgreiche Netzwerk, in das Forschung und Wirtschaft eingebunden sind. Staatssekretär Barthle hob zum Abschluss hervor, dass er immer schon außerordentlich stolz auf den Beitrag sei, den das Forschungsinstitut in seinem Wahlkreis leiste. Für eine Erhöhung der Mittel für die mittelstandsorientierten Förderprogramme IGF und ZIM werde er sich in Berlin einsetzen.
 

 
29.06.2017

Offene Stellen am fem: Bachelor-/Masterarbeit, Physiklaborant / PhyTA / Mechatroniker

Am fem sind neue Stellen zu besetzen, weitere Informationen finden Sie hier.

 

 
02.06.2017

Symposium „Gold Silber Gmünd“

„Gold Silber Gmünd“
Symposium am fem diskutierte aktuelle Schmucktechnologien

Unter dem klingenden Namen „Gold Silber Gmünd“ versammelte sich am 30. Mai die Schmuckszene Gmünds am Forschungsinstitut fem. Das Symposium, das der Förderverein für die Gold- und Silberschmiedeschulen gemeinsam mit dem fem veranstaltete, konnte vier Referenten gewinnen, die den Gästen einen Überblick über aktuelle Themen und Trends präsentierten. Dr. Ulrich Klotz, Leiter der Abteilung Metallkunde am fem, hob in seiner Begrüßung die Bedeutung des Schmuckstandorts Schwäbisch Gmünd hervor: Gold- und Silberschmiede, Ausbildungsstätten und das renommierte Forschungsinstitut an einem Fleck – das sei eine einzigartige Situation, von der alle profitierten.

Ulrich Klotz und Franz Held berichteten in ihren Vorträgen über die Eigenschaften und Verarbeitungsmöglichkeiten von Platin- und Silberlegierungen aus der konkreten Forschungsarbeit am fem, Margaretha Held zeichnete den Weg der Edelmetalle vom Scheidgut bis zum Recycling nach und Knut Rohaczek informierte das interessierte Fachpublikum über den Stand der Dinge in Sachen Schmuckdiamanten. Die lebhafte Diskussion nach den Vorträgen mit den selbständigen Goldschmieden, den Schülern des Berufskollegs für Design, Schmuck und Gerät sowie den Wissenschaftlern des fem zeigte, wie wichtig der Austausch zwischen Theorie und Praxis ist: „Mein Wunsch war es, dass sich Handwerk und Forschung gegenseitig inspirieren und voneinander lernen. Ich glaube, das ist uns heute ziemlich gut gelungen“, freute sich Margaretha Held, die als Vorsitzende des Fördervereins maßgeblich an der Planung des Symposiums beteiligt war. Um zu zeigen, wie vielfältig die Forschungsthemen und Möglichkeiten am fem sind, führten Ulrich Klotz und Franz Held die Gäste schließlich durch das Institut und gewährten spannende Einblicke in die Laborräume – bevor die Veranstaltung bei Bier, Brezeln und regem Erfahrungsaustausch auf der Dachterrasse ausklang.

 

 
21.03.2017

Industriewoche 2017

In diesem Jahr findet vom 19. bis zum 25. Juni 2017 erstmals die Industriewoche in Baden-Württemberg statt. Auch das fem wird sich mit einem "Tag der Industriewoche" daran beteiligen. Sie können sich ab sofort hier anmelden.

www.industriewoche-bw.de

 

 
20.02.2017

Auftragsbekanntmachung: Darstellungs- und Archivierungssystem

Das fem ist auf der Suche nach einer modular aufgebauten Software für Bildaufnahme, -archivierung, -verarbeitung, -analyse und -dokumentation. Die Auftragsbekanntmachung finden Sie hier.

 

 
16.02.2017

Forscher des fem und Fraunhofer IWES wollen Lithium-Schwefel-Batterien voranbringen

Ob in drei Jahren, wie es die Bundesregierung 2009 als Ziel formulierte, tatsächlich eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs sein werden, hängt natürlich von der Preisgestaltung der Automobilhersteller ab – und von einer entscheidenden technischen Komponente: der Batterie. Im Vergleich mit hocheffizienten Verbrennungsmotoren steckt diese trotz aller Fortschritte nämlich immer noch in den Kinderschuhen.

Auch am fem in Schwäbisch Gmünd ist die Elektrifizierung der Mobilität ein großes Thema. Seit gut drei Jahren forschen die Elektrochemiker am Institut auf dem Gebiet der Batterietechnik. Dr. Şeniz Sörgel und ihr Team konzentrieren sich dabei auf Lithium-Schwefel-Systeme, in denen sie einen aussichtsreichen Kandidaten für die Nachfolge der bisherigen Lithium-Ionen-Batterien erblicken. „Damit die neuartigen Batterien in fünf bis zehn Jahren ihren Siegeszug antreten können, müssen Materialwissenschaftler und Ingenieure eng kooperieren“, stellt Dr. Sörgel fest. „Für dieses Ziel haben wir mit dem Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) einen interessanten Kandidaten identifiziert.“

Die Forscher aus Kassel haben eine Software namens ISET-LIB entwickelt, mit der es möglich ist, das Verhalten beliebiger Lithium-Ionen-Batterien am Computer zu simulieren. Das Modell, das hinter dieser Software steckt, ist so ausgereift und genau, dass die von der Software simulierten Daten von tatsächlichen Messergebnissen kaum abweichen. Batterieherstellern hilft die Software, die Leistungsfähigkeit ihrer Batteriesysteme zu optimieren und die Auswirkungen von technischen Veränderungen bereits am Computer zu überprüfen. Aber die Software kann noch mehr: Steuert man mit ihr in Echtzeit eine virtuelle Batterie, d.h. eine Spannungsquelle, die auf einem Prüfstand an ein echtes Elektrofahrzeug angeschlossen ist, dann können die Auswirkungen verschiedener Zustände der Batterie wie etwa Temperatur, Entladung oder Verschleiß auf das reale Fahrzeugverhalten erforscht werden.

„Bisher existiert die Software für Lithium-Ionen- und herkömmliche Blei-Säure-Batterien, in Zusammenarbeit mit dem fem könnte auch eine Variante für Lithium-Schwefel-Systeme entstehen. Dabei ergänzen sich die Erfahrungen aus der elektrochemischen Laborarbeit am fem und die Expertise des IWES geradezu ideal. Die umfangreichen Messergebnisse, die Dr. Sörgel in den vergangenen Jahren gewonnen hat, wären eine sehr gute Grundlage für die Erstellung des neuen Modells“, sind Dr. Tatjana Dabrowski und Dr. Michael Schwalm vom IWES, die kürzlich in Schwäbisch Gmünd zu Gast waren, überzeugt. „Zur Präzision der Simulation können auch jene Erkenntnisse beitragen, die am fem mit Methoden wie der Röntgen-Computertomographie und Röntgendiffraktometrie gewonnen werden. Um das elektrochemische Innenleben der Batterien genau studieren zu können, werden diese im laufenden Betrieb zerstörungsfrei durchleuchtet“, erklärt fem-Forscherin Dr. Sörgel. Die Vorfreude auf ein erstes gemeinsames Projekt ist auf beiden Seiten groß, und ebenso die Zuversicht, dass man die Entwicklung der Lithium-Schwefel-Batterie gemeinsam ein großes Stück voranbringen kann.
 

Bild: Dr. Renate Freudenberger (fem), Dr. Tatjana Dabrowski, Dr. Michael Schwalm (IWES), Dr. Şeniz Sörgel und Mirko Ante (fem) (v.l.n.r.)

 

 
31.01.2017

Kompetenzkarte "Werkstoffe" des BMBF

Auf der Website www.werkstofftechnologien.de des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) finden sich verschiedene Kompetenzkarten, auf denen Akteure aus den Bereichen Industrie, Forschung, Aus- und Weiterbildung sowie Technologietransfer nach Regionen, Anwendungs- und Technologiefeldern gegliedert und übersichtlich dargestellt sind. Auf der Kompetenzkarte Werkstoffe ist nun auch das fem eingetragen. Weitere Informationen finden Sie hier.